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15.11.07: Interview mit Martin Eckart
Nach langer Zeit haben wir ein paar Wochen nach Saisonende aller Pflanzteams wieder einmal einen Interviewpartner. Martin Eckart stellt sich dieses Mal unseren Fragen. Natürlich interessiert uns nicht zuletzt die letzten Entwicklungen in der 1. Mannschaft, über die ja viel geredet wurde in letzter Zeit.
pflanztime: Martin, als Spieler der 1. Mannschaft, wie fällt Dein Fazit der Zweitligasaison 2007 aus?
Martin Eckart: In der Vorbereitung war die Trainingsbeteiligung sehr schlecht. Hier fiel vor allem auch der mit nur 11 Feldspielern viel zu dünne Spielerkader ins Gewicht. Wir waren oft nur zu viert, da kann man nicht vernünftig trainieren. So wurden auch folgerichtig die ersten Auswärtsspiele vergeigt. Als dann die Heimserie in der Eishalle begann waren auf einmal alle da und die Beteiligung in den Trainings überragend. Vor allem die Siege gegen Langenfeld und Zweibrücken haben gezeigt, dass in der Mannschaft doch einiges an Potential steckt. Bis zum Derby in Bernhardswald Mitte Juli lief die Saison eigentlich hervorragend, doch ab dann war alles vorbei. Es folgten 5 Niederlagen in den letzten 6 Spielen, allesamt hauchdünn. Nach der Sommerpause wiederum miserable Trainingsbedingungen, die zum Teil aber auch selber von der Mannschaft mangels Engagement erzeugt wurden. Die Quittung erhielten wir dann dadurch, dass wir bis zum letzten Spiel in Aachen warten mussten, um den Klassenerhalt 100%ig zu sichern, so lange wie bisher noch nie.
pflanztime: Zu Beginn dieses Jahres entschied man sich, ohne Eishockeyspieler zu spielen. Ein im Nachhinein guter oder schlechter Entschluss?
Martin Eckart: Als erstes muss ich eines klarstellen: Wir haben nichts gegen Eishockeyspieler, aber eben nur, wenn wir von Februar bis September/Oktober auf sie bauen können. Ziel dieser Entscheidung war ganz einfach, dass wir vom 1. bis zum letzten Spiel die gleiche Spielerdecke zur Verfügung haben. Zu dieser Philosophie stehen wir nach wie vor, mittlerweile denke ich auch mit der nötigen Rückendeckung der Vorstandschaft, die diesem Entschluss anfangs doch eher skeptisch gegenüber stand. Wir haben uns erhofft, dass durch das Wegbrechen zweier immenser Leistungsträger (Manu Bayer und Kalle Stern, Anm. d. Red.) unsere Eigengewächse in die Verantwortung hinein wachsen. Leistungsschübe bei Spielern wie Andy Steinbauer, Fabian Brand, Alex Hutterer und Dani Schmidt bestätigten die Richtigkeit der getroffenen Entscheidung. Mittelfristig wäre es natürlich hilfreich, wenn wir die jungen Wilden auch noch um ein paar ältere Hasen ergänzen könnten. Ich denke da z.B. an Ex-Eishockeyspieler, die nach wie vor Lust am Hockeyspielen haben und ganzjährig verfügbar sind.
pflanztime: Auffallend war die hohe Anzahl an knappen Niederlagen in hart umkämpften Spielen. Wie ist die Mannschaft mit diesen Rückschlägen umgegangen?
Martin Eckart: Das war alles andere als leicht. Im Prinzip haben wir in Bernhardswald, gegen Spaichingen, in Landau und in Zweibrücken vier Mal hintereinander mit einem Tor verloren, da Landau das 10:8 ins leere Tor erzielte. Eine Woche später in Kerpen beim 2:5 fielen die letzten beiden Treffer des Gegners auch erst ganz kurz vor Schluß. Solche wiederholten Schläge ins Gesicht nagen schon sehr am Selbstvertrauen jedes einzelnen. Irgendwann hat man eine Blockade und glaubt bei knappem Spielstand kurz vor Ende selber nicht recht an einen Sieg. Hier hätten wir die Hilfe eines externen Trainer benötigt, der uns durch irgendeinen simplen "Psychotrick" wieder auf die Erfolgsspur bringt.
pflanztime: Seit ca. 6 Jahren ist man nun auf der Suche nach einem nicht spielenden Trainer. Wird sich hier jemals ein Erfolg einstellen?
Martin Eckart: Das hoffe ich ganz stark. Unser Verein ist in den letzten 3-4 Jahren extrem gewachsen. Damit haben wir auch ein größeres Umfeld und die Wahrscheinlichkeit, dass wir einen Trainer mit Erfahrung finden, steigt. Natürlich ist das Problem, dass so ein Trainer wie wir Spieler auch halt irgendwo ein Idealist sein muss, denn Geld haben wir keines, um einen Coach zu finanzieren. Wir sind dieses Jahr mehr denn je an einer Verpflichtung interessiert und schon in Gesprächen. Bisher noch ohne Vollzug, doch steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein. Sobald wir einen Coach an der Bande haben bin ich mir sicher, dass dieser aus dem vorhandenen Potential erheblich mehr herauskitzeln kann als das, was wir bisher gezeigt haben.
pflanztime: Es ist durchgedrungen, dass die 1. Mannschaft gerade auch vereinsintern nicht mehr unumstritten ist. Teure Auswärtsfahrten, nicht immer ideale Beteiligung bei Vereinsaktivitäten sind nur zwei der Vorwürfe. Wie stehst Du zu diesem Thema?
Martin Eckart: Natürlich bleibt das der Mannschaft nicht verborgen und man unterhält sich intern darüber. Wir hatten kürzlich eine sehr produktive Sitzung, in der wir vor allem den zweiten von Dir angesprochenen Punkt thematisiert haben. Hierzu soweit nur so viel: Es wird schon bald etwas passieren auf diesem Gebiet, mehr wird noch nicht verraten. Dass wir durch bundesweiten Spielbetrieb hohe Fahrtkosten sowie durch höherklassige Schiedsrichter hohe SRkosten verursachen bringt die 2.Bundesliga so mit sich. Ich denke, dass eine 1. Mannschaft in der 2. Bundesliga für den Verein sehr wichtig ist, in erster Linie, um den mittlerweile zahlreichen Nachwuchspflanz eine ordentliche Perspektive zu bieten. Natürlich lässt es sich auch leichter in der Öffentlichkeit verkaufen. Und nicht zuletzt bin ich guter Dinge, dass durch mehr und mehr bayerische Aufsteiger aus der Regionalliga (Schwabmünchen, Bernhardswald, dieses Jahr Atting) sich die Kosten mittelfristig nach unten bewegen.
pflanztime: Du hast letztes Jahr die Jugend trainiert und bist jetzt Co-Trainer der Junioren. Was kann man von der Generation, die als nächstes in den Herrenbereich nachschiebt, erwarten?
Martin Eckart: Die Jugendsaison 2007 stand zu Beginn auf wackligen Beinen, zu wenige Spieler der Kernjahrgänge standen zur Verfügung. Dank des unermüdlichen Fleißes der Schülerspieler konnten wir ein vernünftiges Training durchziehen und es gelang dadurch, einige neue Spieler an Bord zu holen. Gerade im Nachwuchsbereich kann man nicht oft genug betonen, dass die Ausbildung der Spieler im spielerischen, aber auch im menschlichen Bereich über Platzierungen und Resultaten stehen sollte. Was hilft mir ein Spieler, der sich deutscher Bambinimeister schimpft, sich später im Herrenbereich aber nicht durchsetzt, weil er nie gelernt hat zu kämpfen, auch oder gerade wenn es mal nicht so läuft. Das oberste Ziel eines Nachwuchstrainers sollte es sein, dass er möglichst viele seiner Spieler in die 1. Herrenmannschaft bringt. Leider wird dies oftmals auf Druck von aussen übersehen und die Kinder werden zum siegen "verdammt". Ich bin sehr froh über die Philosophie in unserem Verein, im Nachwuchsbereich die Teams nicht gezielt durch Eishockeyspieler zu verstärken. Dadurch sorgen wir dafür, dass wir später viele Spieler und Mitglieder haben, die dem Verein ganzjährig zur Verfügung stehen und sich mit ihm identifizieren. Zurück zur Frage: Ich bin ehrlich gesagt vom Niveau unseres Juniorenteams überrascht. Nach dem altersbedingten Abgang von Stefan Bauer rechnete ich eher mit einem Scherbenhaufen denn mit einem dermassen engagierten und homogenen Team. Wenn die Spieler so weiter machen wie in den ersten Trainingseinheiten dann glaube ich steht uns eine spassige Saison bevor.
pflanztime: Du bist mit 30 Jahren einer der Ältesten im 1. Herrenteam, zudem mit Arbeit und Familie eingespannt. Wie lange wirst Du noch in der Ersten spielen?
Martin Eckart: Ich hoffe, noch seeehr lange. Mir macht es Spass in der 2. Liga und ich sehe meine Aufgabe darin, als einer der Leithammel immer wieder jungen Spielern zu helfen, in der Ersten Fuß zu fassen. Irgendwann werde ich wohl dann durchs Raster fallen, denn die Zeichen der Zeit gehen auch an mir nicht spurlos vorbei. Trotzdem halte ich mich mit meinen 30 Jahren noch lange nicht zu alt für diese Liga. Und in ein paar Jahren kann ich ja mit meinen beiden Söhnen gemeinsam zum Training fahren...
Alles klar, wir werden Deinen Werdegang und den Deines Nachwuchses natürlich genauestens verfolgen und wünschen Dir viel Erfolg für die nächste Saison 2008, sei es als Spieler oder Trainer! Vielen Dank für Deine Zeit.
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